Souad Amidou ist eine französisch-marokkanische Schauspielerin, die seit den 1970er-Jahren zum festen Bestandteil des frankophonen Kinos gehört. Ihr filmisches Schaffen verbindet emotionale Tiefe mit sozialem Bewusstsein, und sie arbeitete im Laufe ihrer Karriere mit bedeutenden Regisseuren des französischen und internationalen Films zusammen.
In BRIGHT WOMEN (2022) unter der Regie von Élodie Lélue gehört Amidou zum Ensemble einer Erzählung, die weibliche Lebenswege mit viel Empathie und Realismus beleuchtet. Der Film zeigt sie in einer Rolle, die ihre Fähigkeit unterstreicht, Charaktere mit feinen Zwischentönen und menschlicher Wärme auszugestalten.
Ihren Durchbruch feierte Souad Amidou mit „Le Grand frère“ (1982) von Francis Girod, für den sie eine César-Nominierung als beste Nachwuchsdarstellerin erhielt. Sie arbeitete wiederholt mit Regisseur Claude Lelouch zusammen, unter anderem in „Un homme et une femme: vingt ans déjà“ (1986) und „Les plus belles années d'une vie“ (2019). Darüber hinaus war sie in Filmen wie „And Now… Ladies & Gentlemen“ (2002) an der Seite von Jeremy Irons und Patricia Kaas sowie in „Goodbye Mothers“ (2007) von Mohamed Ismaïl zu sehen, einem Drama über jüdisch-muslimische Freundschaft im Marokko der 1960er-Jahre.
Für ihr kulturelles Engagement und ihre langjährige Karriere wurde Souad Amidou 2008 mit dem französischen Ordre national de la Légion d’honneur ausgezeichnet. Sie gilt als eine der prägenden Stimmen des französisch-maghrebinischen Kinos und überzeugt seit Jahrzehnten durch Authentizität, Ausdruckskraft und gesellschaftliche Relevanz in ihren Rollen.
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