
Was macht einen „guten Mann“ aus? Benjamin liebt Aude, beide wollen ein Kind - und Benjamin ist schwanger. In A GOOD MAN verschiebt Marie-Castille Mention-Schaar die Achsen von Körper, Geschlecht und Familie und erzählt eine queere Liebesgeschichte, die dort beginnt, wo gesellschaftliche Kategorien versagen. Intim, ruhig und radikal stellt der Film eine einfache, aber explosive Frage: Wer entscheidet, wie ein Leben aussehen darf? Benjamin ist ein trans Mann, der seine Transition unterbricht, um ein Kind auszutragen. Der Film begleitet ihn ohne Erklärungsgesten - durch medizinische Räume, misstrauische Blicke, bürokratische Gewalt und private Zweifel. Dabei geht es nicht um Sensation, sondern um Alltag: um queere Elternschaft, um Selbstdefinition und um den Moment, in dem ein Körper gleichzeitig intim und politisch wird. Zärtlich und zugleich unbequem, wurde A GOOD MAN auf internationalen Festivals intensiv diskutiert: Der Film war Teil der offiziellen Auswahl von Cannes 2020 (Label Cannes), lief in Deauville in der Reihe L’Heure de la Croisette, wurde beim Toronto International Film Festival gezeigt und war auf zahlreichen internationalen Queer-Filmfestivals präsent. Die Debatten um Repräsentation, Sichtbarkeit und das Erzählen trans* Geschichten begleiteten den Film von Anfang an – nicht als Störung, sondern als Resonanzraum. Marie-Castille Mention-Schaar beschreibt ihren Film als Versuch, weniger über Geschlecht zu sprechen als über Liebe, Verantwortung und das Recht, eine Familie zu wählen. Getragen von starken Performances, allen voran Noémie Merlant und Soko, bleibt A GOOD MAN bewusst offen. Er liefert keine Antworten, sondern lädt ein, weiterzufragen: Wer darf Eltern sein? Wem gehört ein Körper? Und wie sieht eine Zukunft aus, in der queeres Leben nicht erklärt, sondern gelebt wird?
Keywords
- Awarded Queer Movies
- Doing Gender
- Female Filmmakers
- Festival de Cannes
- LGBTQIA+
- Noémie Merlant
- Nur bei Sooner
- Queer Romance
- Familie
- Identität
Actors
- Noémie Merlant
- SoKo
- Vincent Dedienne
- Gabriel Almaer
- Alysson Paradis
Director
- Marie-Castille Mention-Schaar
Drama
1h 47min
-12
FRENCH
GERMAN
SWEDISH
FRENCH
DUTCH
Geschlecht, Identität, Wahrheit: A GOOD MAN thematisiert das ultimative Symbol der Weiblichkeit und das Tabu der Perspektive eines schwangeren Mannes.
Geschlecht, Identität, Wahrheit: A GOOD MAN thematisiert das ultimative Symbol der Weiblichkeit und das Tabu der Perspektive eines schwangeren Mannes.
Was macht einen „guten Mann“ aus? Benjamin liebt Aude, beide wollen ein Kind - und Benjamin ist schwanger. In A GOOD MAN verschiebt Marie-Castille Mention-Schaar die Achsen von Körper, Geschlecht und Familie und erzählt eine queere Liebesgeschichte, die dort beginnt, wo gesellschaftliche Kategorien versagen. Intim, ruhig und radikal stellt der Film eine einfache, aber explosive Frage: Wer entscheidet, wie ein Leben aussehen darf?
Benjamin ist ein trans Mann, der seine Transition unterbricht, um ein Kind auszutragen. Der Film begleitet ihn ohne Erklärungsgesten - durch medizinische Räume, misstrauische Blicke, bürokratische Gewalt und private Zweifel. Dabei geht es nicht um Sensation, sondern um Alltag: um queere Elternschaft, um Selbstdefinition und um den Moment, in dem ein Körper gleichzeitig intim und politisch wird.
Zärtlich und zugleich unbequem, wurde A GOOD MAN auf internationalen Festivals intensiv diskutiert: Der Film war Teil der offiziellen Auswahl von Cannes 2020 (Label Cannes), lief in Deauville in der Reihe L’Heure de la Croisette, wurde beim Toronto International Film Festival gezeigt und war auf zahlreichen internationalen Queer-Filmfestivals präsent. Die Debatten um Repräsentation, Sichtbarkeit und das Erzählen trans* Geschichten begleiteten den Film von Anfang an – nicht als Störung, sondern als Resonanzraum.
Marie-Castille Mention-Schaar beschreibt ihren Film als Versuch, weniger über Geschlecht zu sprechen als über Liebe, Verantwortung und das Recht, eine Familie zu wählen. Getragen von starken Performances, allen voran Noémie Merlant und Soko, bleibt A GOOD MAN bewusst offen. Er liefert keine Antworten, sondern lädt ein, weiterzufragen: Wer darf Eltern sein? Wem gehört ein Körper? Und wie sieht eine Zukunft aus, in der queeres Leben nicht erklärt, sondern gelebt wird?
Festivals
Festival de Cannes
Toronto International Film Festival
FIFF Namur
Cast & Crew
Director
Marie-Castille Mention-Schaar
Cast
Noémie Merlant
Cast
SoKo
Cast
Vincent Dedienne
Cast
Gabriel Almaer
Cast
Alysson Paradis